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Column Three

„…auch an den Untersuchungen führend beteiligt, die wir in Amerika unternommen haben, um herauszufinden, ob denn die Gefahr des verwalteten Menschen – des Menschen, der die Verwaltung in seine eigene Psychologie aufgenommen hat, des autoritätsgebundenen Menschen – in der Tat wächst. Und wir haben gefunden, und auf Grund von sehr viel Material gefunden, dass es wirklich so ist. Die Menschen, die blind autoritätsgebunden sind, nehmen in dieser gegenwärtigen Zeit zu.

Nun, wie sehen denn diese Menschen aus? Sie sind gekennzeichnet durch ein stereotypes Denken. Sie denken immer in den Kategorien von oben und unten. Sie ordnen jeden Menschen gleich in eine Klasse ein, in eine politische Partei, in ein Land, in eine Rasse. Sie denken in… in Begriffen von Schwarz und Weiß. Schwarz ist die Gruppe, die nicht die eigene ist, und Weiß ist die eigene Gruppe, bei der alles gut ist, so wie es sein soll.

Sie selbst haben ein ungeheures Bedürfnis, sich als Mitglied einer dieser Gruppen zu fühlen, die dann die gute ist. Das kommt dadurch zustande, dass ihr Ich, ihre Spontanität, ihr Wille selber schwach und weich geworden ist und dass sie sich nur fühlen können, wenn sie von sich denken als vom Mitglied einer starken Gemeinschaft. Daher dieser Zug zur Zugehörigkeit.“

„Es reflektiert sich darin wiederum ein Zug der Verwaltung selber: Wie nämlich ein Verwaltungsbeamter die Menschen vorweg als Objekte sieht, die er auf Verwendbarkeit oder Nichtverwendbarkeit abschätzt, oder wie man wie ein Verwaltungsmann urteilt, wenn er an seine Karriere denkt, ob ein Mensch für oder gegen ihn ist – so tendieren die Menschen heute dazu, überhaupt alle anderen Menschen nur noch unter der Kategorie ‚für oder gegen‘ zu sehen, als Objekte. Und dadurch wird die echte Auseinandersetzung zwischen Menschen, die gerade darin besteht, dass das Für und das Gegen sich durchdringen, abgeschnitten und gerade dadurch, würde ich sagen, wird die spontane Erfüllung menschlicher Beziehungen zu einem so verhängnisvollen Maß eben unmöglich.“